Blick ins KUCK-Magazin: Optische Täuschungen

Jeder ist ihnen irgendwann schon mal begegnet: optischen Täuschungen. Abbildungen, die unsere Sinne verwirren und unsere normalen Seh-Erfahrungen auf den Kopf stellen. Aber wie kommt es zu diesen Sinnestäuschungen? Die Redaktion hat nachgeforscht und ist im KUCK 21 fündig geworden …

Nein, kein Film, sondern eine einfache Abbildung!
© PerepadiaY / stock.adobe.com

Unsere Wahrnehmung von Dingen hängt von der Fähigkeit unseres Gehirns ab, Informationen zu verarbeiten, die unsere Augen erfassen. Wichtig ist dabei unsere Erfahrung: Das Gehirn merkt sich Objekte, die einander ähnlich sind, und ordnet sie zu. Es versucht, Verbindungen herzustellen und räumliche Bilder zu konstruieren. Dabei können uns unsere Sinne aber auch in die Irre führen und für Orientierungslosigkeit sorgen: Bei „optischen Täuschungen“ kommen uns gleiche Gegenstände unterschiedlich groß vor, identische Farben heller oder dunkler, gerade Linien schief – oder wir sehen Dinge, die überhaupt nicht da sind.

Linien-Verwirrung
Horizontale Linien auf einmal kreuz und quer © Andrii / stock.adobe.com

Entscheidende Zehntelsekunden

Es sind also hellseherische Fähigkeiten des Menschen, die dafür sorgen, dass wir immer wieder auf optische Täuschungen hereinfallen. Ja, Sie hören richtig. Allerdings nicht in Nostradamus‘ Sinne, der glaubte, Vorhersagen für mehrere Jahre machen zu können. Der Mensch bringt es beim Blick in die Zukunft erwiesenermaßen nur auf eine Zehntelsekunde. Das kommt wohl zustande, weil die menschliche Netzhaut Licht erst eine Zehntelsekunde nach seinem Auftreffen wahrnimmt. Indem es durch alle eintreffenden Informationen ein Bild entwirft, das exakt eine Zehntelsekunde in der Zukunft liegt, versucht das Gehirn, die zeitliche Lücke auszugleichen. Wenn das Gehirn also versucht, die Zukunft zu ermitteln, sich das Resultat aber nicht mit der Wirklichkeit deckt, kommen Illusionen zustande.

Was sehen Sie rechts: einen Pokal oder Gesichter?
Zwei sich drehende Räder (Abb. 1), und: Pokal oder Gesichter – das ist hier die Frage (Abb. 2) © martinjanecek, barsukov / stock.adobe.com

Die Illusion der Bewegung

Bisweilen glaubt man, Teile von Bildern würden sich bewegen. Dies klappt besonders gut, wenn man die Gegenstände, die bewegt wahrgenommen werden, nicht fokussiert. Bei der Abbildung links scheinen sich die Räder zu drehen. Ein Irrtum, der durch die vielen verschiedenfarbigen Elemente entsteht, aus denen sich das Bild zusammensetzt. Unser Gehirn versucht, das Gesehene zu erfassen und einzuordnen, findet hier allerdings keinen Orientierungspunkt und kann die räumliche Lage der Objekte nicht zuordnen.

Neugierig geworden? Der vollständige Beitrag ist nachzulesen im KUCK-Magazin 21 (Seite 10–11) oder kann hier direkt heruntergeladen werden.