KIK-TV Filmtipp: Das Koala-Hospital – Doku über Australiens Koalas

Koalas zählen zu Australiens bekanntesten Tieren – doch ihr Lebensraum schrumpft dramatisch. Die Reportage aus der Reihe „GEO 360°“ begleitet ein Koala-Hospital in Port Macquarie und zeigt, wie Tierärzte und Helfer täglich um das Überleben der bedrohten Beuteltiere kämpfen.

© Medienkontor / Erik Schimschar
© Medienkontor / Erik Schimschar

Mit ihren runden Knopfaugen und dem weichen Fell sind Koalas weltberühmt. Trotz strengen Schutzes nimmt ihre Zahl in Australien weiter ab. Buschbrände, Extremwetter-Ereignisse, Lebensraumverlust und Krankheiten setzen den Tieren massiv zu. Besonders in den östlichen Bundesstaaten wie Queensland und New South Wales gelten viele Populationen als stark gefährdet.

Koala Neill © Medienkontor / Erik Schimschar
Koala Neill, neun Monate alt, wurde verlassen von seiner Mutter auf der Straße gefunden. Starke Stürme und Überschwemmungen der letzten Monate machten aus so manchem Koalajungen ein Waisenkind. © Medienkontor / Erik Schimschar

Koalas und die Folgen des Klimawandels

Jahr für Jahr zerstören extreme Hitze, Überschwemmungen, Stürme und verheerende Waldbrände große Flächen Eukalyptuswald. Für viele Tiere kommt jede Hilfe zu spät. Koalas, die sich nur langsam fortbewegen, sind den Elementen oft schutzlos ausgeliefert. Doch nicht nur Feuer und Überschwemmungen bedrohen sie: Straßenbau, neue Wohngebiete sowie Hunde und Autos gefährden ihren ohnehin schrumpfenden Lebensraum zusätzlich.

Barbara und Geoffrey Garrett © Medienkontor / Erik Schimschar
Waisen-Koala Neill ist das zwanzigste Pflegejunge von Barbara und Geoffrey Garrett. Hier bekommt er solange Milch zugefüttert bis er 2,5 Kilogramm hat und stark genug ist auf Eukalyptusbäume zu klettern. © Medienkontor / Erik Schimschar

Hoffnung im Koala-Hospital

In der Küstenstadt Port Macquarie steht Australiens erstes Koala-Hospital. Seit 1973 werden hier verletzte, kranke oder verwaiste Tiere versorgt. Tierärzte und freiwillige Helfer kümmern sich um Brandwunden, Infektionen und geschwächte Jungtiere – mit dem Ziel, sie wieder in die Wildnis zu entlassen.

Ein Beispiel ist Koala-Baby Neil: Ohne Mutter gefunden, wird er liebevoll von Pflegeeltern aufgezogen, bis er selbstständig genug für ein Leben in freier Natur ist.

Cheyne Flanagan © Medienkontor / Erik Schimschar
Cheyne Flanagan leitet das Koala Hospital in Port Macquarie. Ultraschall gehört zu den täglichen Untersuchungen der Koalas. © Medienkontor / Erik Schimschar

Zwischen Schutz und neuen Herausforderungen

Während einige Regionen unter stark sinkenden Beständen leiden, gibt es in Gebieten wie Cape Otway sogar zu viele Koalas für den verbliebenen Lebensraum. Umsiedlungen gelten als schwierig, da die Tiere sehr standorttreu sind. Eine einfache Lösung gibt es bislang nicht.

Die Reportage von Therese Engels zeigt eindrucksvoll, wie engagierte Menschen dennoch alles daransetzen, das Aussterben der Koalas zu verhindern.

Ein Muttertier und ihr Junges © Medienkontor / Therese Engels
Ein Muttertier und ihr Junges nachdem sie mit einem Sender versehen wurden. Mithilfe von Sendern soll erforscht werden, wie sich die Überpopulation in Victoria auf Bewegungs- und Wanderverhalten auswirkt. © Medienkontor / Therese Engels

Unser Tipp auf KIK-TV:

„Das Koala-Hospital“ ist eine bewegende Dokumentation über Mitgefühl, Naturschutz und die Hoffnung, eine bedrohte Tierart zu bewahren. Jetzt einschalten und mehr über die stillen Helden Australiens erfahren!

Immer montags im Vorabendprogramm auf KIK-TV!