Mit Mut in den Hörsaal

Dass weibliche Studentinnen die Bänke der Hörsäle füllen, ist heutzutage ein absolut gewöhnlicher Anblick. Nicht so im 18. Jahrhundert. Dorothea Christiane Erxleben ging als Pionierin des Frauenstudiums in die Geschichte ein. Im aktuellen KUCK haben wir die couragierte Frau porträtiert.

Studentin im Hörsaal © WavebreakMediaMicro / stock.adobe.com
Studentinnen im Hörsaal sind heute ein selbstverständlicher Anblick. Nicht so im 18. Jahrhundert ... © WavebreakMediaMicro / stock.adobe.com

Eine Frau mit großer Begabung: Dorothea Christiane Erxleben

Geboren wurde Dorothea Christiane am 13. November 1715 als Tochter von Christian Polykarp und Anna Sophia Leporin. Das medizinische Talent wurde ihr dabei in die Wiege gelegt: Bereits ihr Vater war als gelernter Arzt tätig und behandelte die Patienten rund um die Stadt. Dabei hatte Dorothea Christiane das Glück, dass ihr Vater nicht nur die naturwissenschaftliche Begabung ihres Bruders, sondern auch der eigenen Tochter erkannte und zeit seines Lebens unterstützte und förderte.

Christian Leporin war als Vertreter der frühen Aufklärung mit deren Ideen vom selbstbestimmten Menschen, der sein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten kann, vertraut. Folglich unterrichtete er nicht nur Dorothea Christianes Bruder, sondern auch dessen Schwester in den Naturwissenschaften. Am Quedlinburger Gymnasium machte Dorothea Christiane zudem durch den damaligen Rektoren Tobias Eckhard Bekanntschaft mit dem Lateinischen. Er war es auch, der der jungen Dorothea Christiane die Promotion nahelegte, nachdem dieses Kunststück bereits einer Frau an der italienischen Universität Bologna gelungen war. Während Dorothea Christianes Bruder seine medizinische Laufbahn durch ein Universitätsstudium problemlos weiterführen konnte, schien der Weg seiner Schwester zur Ärztin aufgrund der Tatsache, dem weiblichen Geschlecht anzugehören, zum Scheitern verurteilt. Als Frau hatte sie sich schließlich um den häuslichen Bereich zu kümmern.

Dorothea Christiane Erxleben
Eine Frau mit großer Begabung: Dorothea Erxleben © www.fzd.it / stock.adobe.com

Die friedliche Revolution im Hörsaal

Aufzugeben war jedoch keine Option, weder für Dorothea Christiane, noch für ihre Unterstützer. Vehement kämpften sie dafür, der jungen Frau einen Platz an der Universität zu ermöglichen. Dabei wurde durch alle Instanzen gegangen, bis hin zum Staatsoberhaupt höchstpersönlich. Mit einem Gesuch, in dem um die Aufnahme des Studiums und einer daraufhin möglichen Promotion gebeten wurde, wandte man sich an keinen Geringeren als an den preußischen König Friedrich II. selbst. Zunächst schien es, als könnte das bis dahin nahezu unmögliche Realität werden, doch der Weg zur Promotion war erneut lang und kraftraubend.

Neugierig geworden? Der vollständige Beitrag ist nachzulesen im KUCK-Magazin Ausgabe 53 oder kann hier direkt heruntergeladen werden.

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