Neu auf KIK-FOYER: Faszinierende Naturphänomene einfach erklärt

Schon mal von Hoodoos, Glorien oder Lenticularis-Wolken gehört? Die neue KIK-FOYER-Serie „Naturphänomene" zeigt faszinierende Naturwunder in ruhigen 20-Sekunden-Spots – mit erhellenden Infos direkt dazu. Weiterführendes Wissen gibt es per QR-Code im Blog.

Polarlichter über einem See © Timo Oksanen / stock.adobe.com
© Timo Oksanen / stock.adobe.com

Wer vor einigen Wochen abends in den Himmel geschaut hat, konnte ein echtes Wunder erleben: pink- und grünleuchtende, sanft changierende Farben, die so gar nicht zum gewohnten Nachthimmel passen wollten. Polarlichter – ein Naturschauspiel, das für viele bisher vor allem mit dem hohen Norden in Verbindung gebracht wurde – ist nun auch hierzulande immer häufiger zu sehen.

Doch sie sind nur eines von vielen faszinierenden Phänomenen, die unsere Erde bereithält. Von leuchtenden Meeren über schwebende Wolkenformen bis hin zu gewaltigen Kräften aus dem Erdinneren – die Natur überrascht uns immer wieder aufs Neue.

Interaktiv: Mehr über Naturphänomene erfahren per QR-Code
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Neu auf KIK-FOYER: Naturphänomene

Mit der KIK-FOYER-Serie „Naturphänomene" holen wir diese besonderen Momente dorthin, wo Zeit oft anders wahrgenommen wird: in den Wartebereich. Ruhige, eindrucksvolle Bilder laden dazu ein, für einen Augenblick abzutauchen, zur Ruhe zu kommen – und vielleicht sogar Neues zu entdecken.

KIK-FOYER Infotainment | Naturphänomene | Tornado
KIK-FOYER Infotainment | Naturphänomene | Glorie

Kennen Sie alle diese Phänomene?

Hier finden Sie die Hintergrundinformationen von A bis Z – zum Nachlesen, Staunen und Weitererzählen.

Baa Atoll, Malediven © Amazing Aerial / stock.adobe.com

Atoll – Ein Vulkan verschwindet, ein Ring bleibt

Atolle entstehen, wenn ein Korallenriff um eine Vulkaninsel wächst und die Insel im Laufe von Jahrmillionen versinkt – z. B. durch Erosion oder Absenkung des Meeresbodens. Übrig bleibt ein Ring aus Korallen mit einer Lagune in der Mitte.

Fun Fact: Die Malediven bestehen als Staat vollständig aus Atollen – und sind durch den steigenden Meeresspiegel existenziell bedroht.

Quellen: Wikipedia – Atoll; Spektrum Lexikon Geowissenschaften
"Giant's Causeway" in Nordirland © MNStudio  / stock.adobe.com

Basaltsäulen – Geometrie aus Lava

Bei sehr langsamer Abkühlung von Lava entstehen aus Spannungsrissen senkrechte Säulen – oft mit sechseckigem Querschnitt. Das bekannteste Beispiel ist der Giant's Causeway in Nordirland mit rund 40.000 Säulen. Er ist 60 Millionen Jahre alt.

Fun Fact: Der irische Riese Fionn mac Cumhaill soll die Steine als Damm gebaut haben. Die Wissenschaft hat die Legende eingeholt – bezaubernd ist sie trotzdem.

Quellen: Wikipedia – Giant's Causeway; Scinexx
Leuchtende Qualle © blackboxguild / stock.adobe.com

Biolumineszenz – Das Leuchten des Lebens

Wenn das Meer nachts blau leuchtet, stecken winzige Mikroalgen dahinter. Diese Dinoflagellaten reagieren auf Bewegung im Wasser – und senden Lichtblitze aus. Das Leuchten dient dem Schutz: Es alarmiert Fressfeinde der Fische, die das Plankton bedrohen.

Fun Fact: Etwa 76 % der tierischen Meeresbewohner sind zur Biolumineszenz fähig. Das Leuchten des Meeres ist also eher die Regel als die Ausnahme.

Quellen: Ocean Blog – Meer Vielfalt; Spektrum der Wissenschaft; Planet Wissen
Blaue Stunde in Barcelona, Spanien © Collab Media / stock.adobe.com

Blaue Stunde – Das kurze Fenster ins tiefe Blau

In der Abenddämmerung absorbiert die Ozonschicht den roten und gelben Farbanteil des Sonnenlichts – übrig bleibt reines Blau. In dieser kurzen Phase haben Himmel und Stadtbeleuchtung dieselbe Helligkeit: die magischste Zeit für Fotografen.

Fun Fact: Das Phänomen heißt „Blaue Stunde" – dauert aber je nach Jahreszeit und Breitengrad nur wenige Minuten.

Quellen: Timeanddate.de; Deutscher Wetterdienst
"Old Faithful" im Yellowstone Nationalpark, USA © Puripat / stock.adobe.com

Geysir – Die Uhr der Erde

Grundwasser erhitzt sich durch geothermische Wärme, überhitzt in der engen Röhre – und wird explosionsartig nach oben geschleudert. Das Wort stammt vom isländischen geysa: „in Wallung bringen".

Fun Fact: Die meisten Geysire der Welt befinden sich im Yellowstone Nationalpark. Der „Old Faithful" ist seit 1870 über eine Million Mal ausgebrochen.

Quellen: Wissen.de; Wikipedia – Geysir; Vulkane.net
Eine Glorie, vom Flugzeug aus beobachtet © Thomas / stock.adobe.com

Glorie – Der eigene Heiligenschein

Eine Glorie sind farbige Lichtringe, die bei Gegenlicht um den eigenen Schatten erscheinen. Da das Licht immer genau zurück zur Lichtquelle gestreut wird, liegt der eigene Kopf zwangsläufig im Zentrum – ein Heiligenschein, den nur man selbst sieht.

Fun Fact: Glorien wurden auch in den Wolken der Venus nachgewiesen – von der ESA-Sonde Venus Express.

Quellen: Wikipedia – Glorie; Deutscher Wetterdienst; ESA
Halo an einem sonnigen Tag © mootun / stock.adobe.com

Halo – Ein Ring um die Sonne

Halos entstehen, wenn Licht an hexagonalen Eiskristallen in der Atmosphäre gebrochen wird. Der häufigste ist der 22°-Ring um Sonne oder Mond – mit rötlicher Innenseite und weißem Außenrand.

Fun Fact: Halos sind häufiger als Regenbögen – an sechs bis sieben Tagen im Monat beobachtbar. Und doch kennt sie kaum jemand.

Quellen: Meteoros.de; WetterOnline; SRF Meteo
Bryce Canyon, USA © John Anderson / stock.adobe.com

Hoodoos – Felsnadeln aus einer anderen Welt

Wasser sickert in Felsspalten, gefriert, dehnt sich aus – und sprengt das Gestein. Über Millionen Jahre entstehen so aus unterschiedlich harten Gesteinsschichten Felstürme. Das ist im Bryce Canyon (USA) besonders ausgeprägt: Dort friert es zudem in fast 200 Nächten pro Jahr – gute Bedingungen für Hoodoos.

Fun Fact: Die Paiute-Ureinwohner sahen in den Hoodoos versteinerte Menschen, die vom Trickster-Gott Coyote zur Strafe in Stein verwandelt wurden.

Quellen: Wikipedia – Hoodoo; Discovery Treks
Kelpwald bei Leigh, Neuseeland © Daniel Poloha / stock.adobe.com

Kelpwald – Der Regenwald unter Wasser

Kelpwälder aus riesigen Braunalgen bilden komplexe Unterwasserwälder und beherbergen hunderte Tier- und Pflanzenarten. Sie gelten als marines Gegenstück der Regenwälder – und sind wichtige Kohlenstoffspeicher.

Fun Fact: Die Kelpwälder vor Südafrikas Küste speichern so viel CO₂ wie der Amazonas-Regenwald – und gelten als eines der wertvollsten Ökosysteme der Erde.

Quellen: Travelbook; Wikipedia – Kelpwald
Typische linsenförmige Lenticularis-Wolken © Sky Rock Media / stock.adobe.com

Lenticularis-Wolken – Die UFOs am Himmel

Wenn feuchte Luft über einen Berg strömt, kühlt sie ab und kondensiert – eine linsenförmige Wolke bildet sich. Auf der Rückseite löst sie sich wieder auf. Die Luft fließt hindurch, die Wolke bleibt scheinbar stehen.

Fun Fact: Wegen ihrer Form werden sie regelmäßig als UFOs gemeldet. Die Deutsche Post widmete ihnen 2020 sogar eine eigene Briefmarke.

Quellen: Wikipedia – Lenticularis; Deutscher Wetterdienst
Grün schimmernde Polarlichter über einem See © Timo Oksanen / stock.adobe.com

Polarlichter – Wenn die Sonne den Himmel malt

Geladene Teilchen des Sonnenwinds werden entlang der Magnetfeldlinien zu den Polen geleitet, regen dort Gasmoleküle an – und diese leuchten. Grün entsteht in ca. 100 km Höhe, Rot darüber. Bei starken Sonneneruptionen sind Polarlichter auch über Deutschland sichtbar.

Fun Fact: Der Süden Deutschlands kommt seltener in den Genuss von Polarlichtern: An der Nordsee hat man häufiger Glück als in Bayern.

Quellen: Max-Planck-Gesellschaft; Sonnen-Sturm.info; Werra-Rundschau
Strudelartig strömendes Meerwasser © Анастасия новикова / stock.adobe.com

Springflut – Wenn Sonne und Mond an einem Strang ziehen

Bei Neu- und Vollmond stehen Sonne, Erde und Mond auf einer Linie – ihre Gezeitenkräfte addieren sich. Das Ergebnis: besonders hohe Fluten und besonders tiefe Ebben. In der kanadischen Fundy Bay beträgt der Tidenhub sogar bis zu 13 Meter!

Fun Fact: Kurios: Obwohl die Sonne weit schwerer ist als der Mond, dominiert der Mond die Gezeiten – allein wegen seiner Nähe.

Quellen: Wikipedia – Springtide; Welt der Physik
Stalaktiten in der "Crystal Cave", Bermuda-Inseln © azuri / stock.adobe.com

Stalaktiten – Jahrtausende in Stein

Kohlensäurehaltiges Regenwasser löst Kalk aus dem Gestein und lagert ihn in der Höhle wieder ab – Tropfen für Tropfen, Jahrtausend für Jahrtausend. Bis ein Stalaktit 50 cm lang ist, vergehen bis zu 10.000 Jahre.

Eselsbrücke: StalagMITEN wachsen vom Boden – wie TerMITEN-Hügel. Stalaktiten hängen von oben herab.

Quellen: Planet Wissen; Spektrum der Wissenschaft
Tornado-Superzelle in Nebraska, USA © Wesley Aston / stock.adobe.com

Tornado – Wenn der Himmel den Boden berührt

Tornados entstehen in Superzellen – extremen Gewitterzellen mit rotierendem Aufwind. Berührt die Luftsäule den Boden, kann der Tornado Windgeschwindigkeiten von über 500 km/h erreichen – und hinterlässt dabei oft eine Schneise der Verwüstung.

Fun Fact: Die durchschnittliche Warnzeit beträgt nur 13 Minuten – die Zugbahn eines Hurrikans lässt sich dagegen tagelang im Voraus berechnen.

Quellen: Wikipedia – Tornado; Planet Wissen; National Geographic
Ausbruch des "Fagradalsfjall" auf Island © kristian kettner / stock.adobe.com

Vulkanausbruch – Die Erde atmet

Magma steigt aus dem Erdinneren auf und verlässt die Oberfläche als Lava, Asche und Gase – bei über 1.000 °C. Die Asche eines Ausbruchs kann die Atmosphäre stark eintrüben und sogar die Farben von Sonnenuntergängen weltweit verändern.

Fun Fact: Vulkanausbrüche sind der Ursprung gleich mehrerer Phänomene dieser Serie: Basaltsäulen, Geysire und Atolle verdanken ihnen ihre Entstehung.

Quellen: DWD; Wikipedia – Vulkan

 

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