Sehenswerte Reportage: Eine neue Glocke für Monopoli

Seit Jahrtausenden verwenden Menschen Glocken, um Signale an die Bevölkerung auszusenden. Eine faszinierende Reportage zu diesem Thema läuft derzeit in der Reihe GEO 360° auf KIK-TV und zeigt, wie eine solche Glocke entsteht.

Don Vincenzo, dem 42-jährigen Priester der Gemeinde Monopoli, fehlt etwas Bedeutsames: Glockenklänge. Seit Jahren wurden sie über eine technische Anlage abgespielt, aber diese wurde kürzlich durch einen Blitz zerstört. Auch die alten Kirchenglocken lassen sich nicht mehr restaurieren. Doch der emsige Geistliche lässt sich nicht entmutigen, denn „der Glockenschlag ist ein gewaltiges Zeichen, man könnte auch sagen: der Ruf Gottes. Eine Kirche ohne Glocken
wäre wie eine Kirche ohne Leben.“ Über Spenden hat er das nötige Geld gesammelt, um sich bei den Brüdern Armando und Pasquale Marinelli eine neue Glocke anfertigen zu lassen.

© Medienkontor/ Manuel Fenn
Don Vincenzo hat über 10.000 Euro für den Kauf und die Installation einer neuen Glocke gesammelt. © Medienkontor/ Manuel Fenn

Heute noch wie in alten Zeiten

Sie vermelden die Uhrzeit, rufen zu Gottesdiensten oder warnen vor Gefahren: Kirchenglocken. Die Geschichte der Verwendung von Glocken im Christentum geht bis das 5. Jahrhundert nach Christus zurück. Aufgrund ihres hohen Gewichts wurden sie zunächst direkt vor Ort in den Klöstern gegossen, erst später etablierten sich spezialisierte Betriebe, vor allem in Europa. Der Transport zur Kirche und die Installation im Glockenturm finden bis heute unter teilweise abenteuerlichen Bedingungen statt. Zuvor jedoch wird der Guss einer Glocke von einem Priester nach einem exakt vorgeschriebenen Ritual gesegnet. Auch Don Vincenzo will dafür extra zur Gießerei Marinelli nach Agnone reisen. Die GEO 360°-Reportage begleitet ihn dabei.

Die Redaktion urteilt: Unbedingt sehenswert! "Eine neue Glocke für Monopoli" läuft immer donnerstags im Vorabendprogramm auf KIK-TV.

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